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Chen Hao

Chen HaoChen Hao geht in die technische Obere Mittelschule in Rizhao. Wie alle bedürftigen Schüler hat er uns einen Hilfsantrag geschrieben, den sein Klassenlehrer bestätigt hat:

"Mein Vater heisst Chen Ming, und meine Mutter Wang, Mao-cui. Als ich im 5. Schuljahr (2001) war, wurde mein Vater bei einem Autounfall auf der Jui-feng Bruecke schwer verletzt, verblutete und ist dann ums Leben gekommen. Meine Mutter musste ins Krankenhaus. Zu Hause gibt es auch sonst nicht viele Ersparnisse. Wir sind dadurch ziemlich verarmt.

Dann wurden 4 Jahre lang 1,8 Mu Acker bewirtschaftet. ( 15 Mu = 1 Hektar) Von der geringen Einnahme auf dem Feld ist mir der Schulbesuch in der Mittelschule ermoeglicht worden. Am Jahresende ist uns nichts übrig geblieben. Zum Neuenjahr teilte meine Tante etwas Essen mit uns.

Seit ich die Obere Mittelschule besuche, ist meine Mutter gezwungen, weit weg in Feng-shan zu arbeiten, um mein Schulgeld und meinen Lebensunterhalt zu bezahlen. Meine Mutter muss als Witwe viel Verachtung und Beleidigung einstecken. Diesen Herbst wird sie die Schulden zurück zahlen, und mit dem Verkauf von im Herbst geernteten Erdnuessen kann sie gerade meine Schulgebühren bezahlen.

Nun ist das alte Haus leer. Das Regenwasser tropft durchs Dach. Das Feld bleibt unbestellt. Wenn ich nach Hause komme, gibt es nichts zu essen. In diesem Winter war niemand zu Hause, weil Mutter außerhalb arbeitet. Aber es gibt von Tag zu Tag weniger Arbeit im der Kühlfabrik. Der Stundenlohn beträgt höchstens 2 RMB (aber das nur 1-2 Wochen lang). (2 RMB = 0.20 Cent €) Ich bitte meiner Mutter und mir zu helfen."

Ich habe Chen Hao im Juni 2008 kennengelernt. Sein Berufswunsch später ist es, Ingenieur zu werden.


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