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Photos der Shandong Reise 2003


Ma Xiao Yue geht in die dritte Klasse der Grundschule in Yiwen. Sie ist 8 Jahre alt. Ihre Eltern sind beide krank, können deshalb nicht so viel auf dem Feld arbeiten und brauchen viel Geld für Medizin und Arztbesuche. Dafür haben sie schon einen Kredit aufgenommen und müssen jetzt die Schulden abzahlen. Für das Schulgeld bleibt nichts mehr übrig. Xiao Yue sollte deshalb die Schule verlassen. Sie lernt aber gern und ist ein ganz fröhliches Kind, sie hat noch einen jüngeren Bruder. Wir haben jetzt das Schulgeld für sie übernommen. Wenn sie auf die höhere Schule geht, wird uns ihr Lehrer schreiben, damit wir sie weiter unterstützen. Sie hat sich getraut vor der ganzen Klasse und uns Fremden ein Lied vorzusingen.
Zhang Jingyan ist 7 Jahre alt und geht in die 2. Klasse der Grundschule in Yiwen. Ihre Familie ist so arm, dass die Eltern ihr Schulgeld von 8 Euro pro Jahr nicht zahlen können. Sie haben nur wenig Ackerland, das reicht gerade zum Leben, aber für sonst nichts. Sie haben außer Ackerbau nichts gelernt, um sich noch mit anderer Arbeit etwas dazu zu verdienen. Bei unserem Besuch in Yiwen, befrage ich sie zu ihrer Familie. Sie hat noch eine Schwester.
Die Lehrerin Liu Yuhong aus Zhuangbu hat diesen Jungen, der beide Eltern verloren hat, adoptiert. Sie hat selbst eine Tochter, die schon auf die obere Mittelschule geht, dort ist das Schuldgeld ziemlich hoch: 90 Euro im Jahr. Das sind zwei Monatsgehälter der Lehrerin. Wir finden es gut, dass der Junge an der alten Schule bleiben kann und eine neue Familie gefunden hat, deshalb zahlen wir jetzt sein ganzes Schulgeld. Er gehört zu den sehr guten Schülern.
Wang Qingxin ist 7 und geht in die 2. Klasse in Wujing, Kreis Linqu. Ihre Eltern können ihr Schulgeld nicht bezahlen, weil sie hohe Schulden wegen der Herzoperation ihres jüngeren Bruders haben. Die Mutter ist glücklich nach einer Tochter noch einen Sohn zu haben, denn nach alter Tradition, wird sie im Alter beim Sohn leben und von ihm versorgt werden, weil es noch kein Rentensystem für die arme Landbevölkerung gibt.
Wang Zhenxing lebt bei seinen Großeltern, denn seine Eltern sind geschieden, die Mutter ist weggezogen und der Vater ist immer als Wanderarbeiter unterwegs. Die Großeltern haben zu dem kleinen Feld keine Zusatzarbeit, können bescheiden leben, aber kennen kein Bargeldeinkommen.
Li Xiaofei ist 9 und geht in die dritte Klasse. Sie hat keine Mutter mehr. Sie geht in Zhuangbu in die Schule
Bei Nanhu im Kreis Rizhao sind überall die Nudeln zum Trocknen aufgehängt. Sie werden aus Süßkartoffelmehl gemacht.
Li Shushan ist unser Helfer in Shandong. Er trägt die Namen von den Kindern, denen wir helfen in die Liste ein. Ich befrage die Kinder, die der Lehrer zur Förderung vorgeschlagen hat. Shushuan stammt selbst aus einer armen Bauernfamilie, seine Eltern sind Analphabeten. Als er zur Schule ging, musste man noch kein Schulgeld bezahlen. Er bekam als Klassenbester dann Stipendien für die Mittelschule und für die Universität. Er hat später auch in Deutschland studiert.
Liu Xianghong ist 6 Jahre alt. Sie lebt in der Gemeinde Shitou, die zum Kreis Linqu gehört. Ihr Vater ist geisteskrank, deshalb ist das Familieneinkommen sehr gering. Sie ist ein aufgewecktes Mädchen und geht gerne zur Schule. Wir finanzieren jetzt ihr Schulgeld.


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